Fedellos do Couto

Sympathy for the devil!

 

Als Carlos Carlos Bareño Quintana, genannt Curro,  die Bühne betrat, war ich  peinlich berührt. Das angekündigte Line up im großen finalen Konzert des alle 2 Jahre stattfindenden Rock & Wein Festivals, "La Fiesta", war eine Liebeserklärung an Rock Musik und spannenden Wein. Feinst kuratiert, kein Platz für Hobbymusiker und Sonntagsweinmacher.  Nun stand dieser schüchterne junge Mann vor uns. Er nestelt ein paar Riffe auf seinem Bass. Unsichere, suchende Blicke. Jammen ist ein Battle - nichts für Amateure unter Profis. Der vor ihm aufgetretene Mann erlitt das Schicksal des übermütigen Dilettanten.  Bis zur Peinlichkeit an die Wand gespielt. Nun also Curro, dieser leise junge Mann mit den edlen Zügen. Er holt tief Luft  - ein Schrei. Wir hatten ihn gerade erst kennengelernt. Ich fürchtete mich für ihn bis zum Unwohlsein. Die ersten Takte, bambambambabababam."Please allow me to introduce myself," fallen die ersten Worte, "I'm a man of wealth and taste...", dann die Gitarren, der Bass, wieder bambambambababababam - trockener Mund, synaptische Ekstase - ich fasse es nicht. Wir schauen uns an, wir alle fassen es nicht - Schreie, Johlen - eine Welle geht durchs Publikum  - was ist das hier? - No bull shit garantiert. Hier und jetzt, at its best. Meine Augen sind geschlossen, ich denke - straff, eng, hart, manchmal candy sweet!

 Ja, so sind seine Weine - rotzigst gespielter Rock!

Verwandlung. Ribeira Sacra, eine Gegend in der Nähe Portugals. Galizien, also auf der Atlantikseite Spaniens. Die Bedingungen sind kühl und hart! Verschiedenste Terrassenlagen auf Schiefer und Mergel entlang der Flüsse Sil und Bilbei. Steil und karg. Pure Handarbeit. Eine Vielzahl an autochthonen Sorten. Ein vergessenes Land.

Sie nennen sich die Zicken "Fedellos " von dem Weiler "Couto". Sie, ja, Curro ist nur einer von ihnen. Luis Taboada, seiner Familie gehört das Anwesen seit Jahrhunderten, Vitikutlurist Pablo Soldavini und eben die beiden Önologen  Curro Barreño und Jesús Olivares. Vier mutige junge Jungs, die mit dem Teufel spielen. Ihre Weine sind besonders, sehr untypisch für hier. Wenig Extraktion, sehr feingliedrig. Ganze Trauben. Spontan vergoren bringen helle, lebendige Weine, keine Marmelade. Durch die Kühle Galiziens geprägt, aber doch Spanien. Daher saftig und süffig aber straff.

Damals beschloss ich, diese Weine muss ich haben. Nun sind sie da und ich fühl mich wie, ".. a man of wealth and taste...pleased to meat you, hope you can guess my name..."

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