Herzlich willkommen in unserer Welt.

Here comes the sun over Tschechien

Filip von 7radku war am 20.02. zu Gast in Wien und hat die Sonne Tschechiens prompt mitgebracht. Er stellte uns eingangs ein Glas zum Blindverkosten hin, welches beim ersten Eindruck einem Bier glich. Hagebutten Sprudel, eine Vitamin C Bombe, low Alkohol, jo Freude. Denn gesunde Dinge schmecken uns vor allem dann, wenn sie 9 Volumenprozent haben :) Verkostet wurde weiters die Serie von 7radku, die er gemeinsam mit Honza in Tschechien produziert, Zlaty Roh, sein Einzelprojekt und Weine von Strekov, ein befreundeter Winzer aus der Slowakei. Filip geht es nicht darum, seine Weine in Schubladen zu stecken. Mit dem Begriff Naturwein kann er auch nicht sonderlich viel anfangen. Er möchte ehrlichen Wein produzieren, ohne Bluff und Täuschung, ohne Zusätze.  Die Farben der Etiketten von 7radku sollen die Farben der Weine widerspiegeln. Warum der weiße Gemischte Satz nun ein schwarzes Etikett hat, wissen wir selber nicht. Das ist allerdings auch das Einzig nicht schlüssige an einer in sich so harmonierenden Serie, die durch das Spiel von Frucht und Grip besticht. 

 

Wir möchten denjenigen, die die Verkostung verpasst haben, mit einem Kennenlern Set die Chance geben, sich genau so in die Weine zu verlieben wie wir es haben. 

  

Kennen Lern Set, here comes the sun over Tschechien

122,00 €

111,00 €

  • 7,8 kg
  • verfügbar
  • 1 - 3 Tage Lieferzeit
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7 radku - Weine ohne bullshit

Filip und Hanza vom Weingut 7radku haben sich auf der Uni in Brünn kennengelernt. Filip ist gebürtiger Slowake, Hanza ist Tscheche. Während ihrem Studium haben die beiden 26 jährigen Ideen gesponnen, wie denn ein tschechischer Wein heute auszusehen hätte. Weine ohne Bullshit, würde Filip sagen. Bullshit nach dem Sinne des Philosophen Frankfurt ist eher Fälschung als Lüge. Bullshit ist Bluff und charakterisiert sich durch vollständige Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit. Genau das wollen und brauchen sie nicht. Sie wollen ehrlichen Wein machen, der das Terroir widerspiegelt. Das Resultat: Feinstes Spiel von Frucht & Grip, Wein für Wein, ergeben im Ganzen eine außergewöhnlich schlüssige Serie, die mit das spannendste ist, das wir derzeit im Sortiment haben. Wir sind verliebt!

Am 20. Februar habt ihr die Möglichkeit mit Filip seine Weine in Wien zu verkosten! Wir haben vorab mit ihm gesprochen. Mehr Infos zur Verkostung und das Interview findet ihr unten. 

 

 

5 Fragen an Filip von 7radku
Wie kamst du zum Wein?
Da ich in einem Umfeld aufgewachsen bin, in dem Wein immer eine Rolle spielte, denke ich durch meine Eltern und Großeltern. Mein Großvater macht bis heute ungefähr 100 Liter Wein pro Jahr, für den privaten Konsum. Die Atmosphäre im Herbst während der Lese faszinierte mich bereits als Kind. Das Aha-Erlebnis hatte ich dann in der Oberstufe, als ich während ich die Serie M*A*S*H sah, eine halbe Flasche Wein aus dem Beaujolais trank und dazu Käse aß. Es war, als könnte ich nicht genug von dem Geschmack bekommen. Das veranlasste mich dazu, mich mit Wein weiter zu beschäftigen. Die Geschichte, die Kunst, die Kultur und den Kummer und die Freude, die Wein mit sich bringt. Daraufhin begann ich das Studium der Ökologie an der Mendel Universität. 
Gab es einen Moment, der dich zum Umdenken angeregt hat? Ein besonderer Wein, ein Winzer.. ? 
Ich sehe es eher als buntes Sammelsurium an Leuten und Verkostungen, von meinen Großeltern, Honza, meiner Freundin bis zu dir, das mich zum Nachdenken anregt. Jede Person, jede Verkostung hat das Potential Einfluss auf mein Denken zu üben, deshalb fände ich es schwierig bis unmöglich, diesen einen Moment oder diese eine Person auszuwählen. 
Wie würdest du den Stil deiner Weine beschreiben? Was möchtest du ausdrücken? 
Ich finde nicht, dass Weine durch Stile charakterisiert werden und somit bewertet werden sollten. 
We love drinkability!
We love agebility! 
We love freshness! 
We respect the location, nature and time! 
Das ist das, wonach wir leben und was unsere Weine aussagen sollen.
Wir finden, dass die Naturwein Bewegung in der Slowakei und in Tschechien eine Blütezeit erfährt. Wie siehst du die Bewegung? Was ist das Besondere der beiden Länder für dich?
Da stimme ich dir zu. Naturwein und auch die Bewegung dazu wird immer populärer, in beiden Ländern. Das freut mich sehr, da wir dadurch eine Diversität an Weinen erleben, die nicht nur spannender, sondern auch ökologisch und besser sind. Um es einfach auszudrücken, wir haben mehr ehrlichen Wein und ehrliche Winzer, die darauf bedacht sind, das Terroir durch die Weine sprechen zu lassen.
Was ist Naturwein für dich? Hast du diesen Terminus für dich definiert?
Du kennst mich, ich mag das Wort „Naturwein“ nicht besonders. 
Für mich sind es Weine ohne bullshit. Gesunde Trauben durch gesunde und ökologische Landwirtschaft. Ohne zugesetzten bullshit wie Enzyme, Stabilisatoren, Tannine, Reinzuchthefen, künstliche Filtration etc.
Filip kommt am 20. Februar zu uns in den Laden
und verkostet mit uns HOT, NEW, SEXY
aus Tschechien und der Slowakei. Don't miss it! 
Verkostung:
Mittwoch 20.02.
16-20h im Laden
Ungargasse 28 im Hof 
1030 Wien 
€10 Verkostungsbeitrag

 


New Arrivals Tasting aus Tschechien und der Slowakei


Wann
: Mittwoch 20.02.2019, 16-20 Uhr

Wo: Weinskandal, Wien

Was: Verkostung der neuen Weine von 7radku, Zlaty Roh und Strekov
Verkostungsbeitrag: EUR 10

 

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Kommt, kommt - wir freuen uns!

Stecken wir mitten in einem neuen Weiskandal?!

Moritz, wie bist Du zum Weinhändler geworden?

 

Der Gedanke kam mir schon Anfang der 2000er. Ich war noch Sommelier. Die ersten alternativen Weine aus dem Jura, dem Roussillon, der Loire tauchten auf. Ich war fasziniert und wollte sie unbedingt meinen Gästen zeigen. Die waren aber vor allem verunsichert. :-) Ihre Euphorie galt dem Höhenflug des österreichischen Weines.
Es war die große Zeit von Robert Parker & Co. Journalisten entschieden durch ihr Urteil, was getrunken wurde. Berater, wie Michel Roland, waren deren Alchemisten. Sie konnten Wein mit Weltruhm einfach im Keller machen! Unglaublich war das. Der Glamour des sagenhaften Erfolgs der Top Chateaux im Bordeaux berauschte.  Nur Superlativen zählten, wie  das transatlantische Mega Joint Venture à la Opus One. Wir alle waren geblendet, ob der technologischen Möglichkeiten.  

Kaum merklich für Außenstehende, knirschte es aber hinter der strahlenden Fassade. Große Genossenschaften gingen pleite. Überall waren verlassene Weingärten zu finden, die Landpreise verfielen. Die Folgen der industriellen Landwirtschaft wurden erstmals öffentlich. Zeitenwende lag in der Luft. Die günstigen Grundpreise zogen Leute aus der ganzen Welt nach Frankreich. Überall sprossen neue Projekte. Man hörte von Quereinsteigern und Aussteigern, jungen Sommeliers oder Önologen, die ihren Job an den Nagel hingen, um Weinbauern zu werden. Vielen davon war ökologischer Landbau ein Anliegen. Eine bunte Welt des trial and error. 

Für sie wurden verschrobene alte Weinbauern zu Gralshütern eines neuen Weges. Sie waren die wenigen, die noch vorindustriell arbeiteten und das Wissen besaßen ohne Labor und Hightech zu vinifizieren. Sie waren die Keimzellen der Naturweinbewegung. Und irgendwie landete ich mitten in dieser Welt. Denn durch Zufall ergab sich eine Chance für mich, im Roussillon Wein zu produzieren. Mit großem Gottvertrauen gründeten wir, drei französische Freunde und ich, die Domaine Riberach. Das war im Jahr 2006. Das Roussillon war neben der Loire und dem Beaujolais eines der Zentren der Veränderung. Spannende Leute überall.  Euphorie pur! Als wir dann unsere Weine abfüllten und es ums Verkaufen ging, musste ich aber feststellen, dass  in Österreich die Zeit stehen geblieben war. Man wollte einfach nur, Wachau, Steiermark, die großen Namen des Burgenlands. Doch irgendwie mussten wir die Weine verkaufen! 

 

So wurdest du also Importeur?

 

Noch nicht gleich. Erich Wagner, der einzige inspirierte Weinhändler war offen. Er half mir sehr, aber das war zu wenig! Ich dachte mir, wenn ich will, dass die Konsumenten verstehen was wir hier machen, muss ich ihnen die ganze Vielfalt dieser neuen Bewegung zeigen. So war ich gezwungen, es selbst in die Hand zu nehmen. Behutsam begann ich mit kleinen Mengen mein Portfolio aufzubauen, denn Geld hatte ich auch keines. Zum Glück traf ich eine Handvoll junger österreichischer Sommeliers und Winzer, die mich darin bestärkten und mir die Stange hielten. Denn für die österreichischen Konsumenten waren diese Weine weiterhin sehr exotisch. Ohne René Antrag, Steve Breitzke und Konstantin Filippou hätte ich nie weitermachen können. Ihnen bin ich bis zum heutigen Tag zu großem Dank verpflichtet.  

 

Wie ging es dann weiter? 

 

In Österreich gab es bereits seit längerem  ein  paar großartige Pioniere, die sich in der Winzergruppe "Schmecke das Leben" zusammengefunden hatten. Das waren Winzer wie Sepp Muster, Franz Strohmeier und Ewald Tscheppe vom Weingut Werlitsch, um nur ein paar  davon zu nennen, doch auch sie taten sich am heimischen Markt schwer. Sie mussten sich auf den Export konzentrieren. Dort wurden sie zu Superstars, unbemerkt vom heimischen Publikum. Denn die Geschmacksbilder der Konsumenten in Österreich waren so fixiert. Alles ab der Norm wurde abgelehnt. Gleichzeitig machte Franz Strohmeier einen eigenen Wein für das "Noma". Es war zum Verzweifeln. Es war eine große Lehrstunde in Geduld. 

Der wirkliche Durchbruch kam, als sich vermehrt österreichische Produzenten dem Thema Naturwein näherten. Vor allem mit den Pannobile Winzern, für die ich seit 2006 arbeitete, gab es eine unglaublich fruchtbare Zusammenarbeit. Sie trieben mich voran, lehrten mich Vieles. Gemeinsam machten wir Bildungsreisen, deren Erkenntnisse in ihre Weinbereitung einflossen. Es entstanden neue wichtige Betriebe, wie das Gut Oggau die von Anfang an Weine in diesem Stil erzeugen wollten. Christian Tschida verfeinerte seinen Stil und beeindruckte zusehends eine größere Öffentlichkeit. Sie alle schufen einen neuen Stil des Weins in Österreich. Das Burgenland war da ein großer Motor für die Entwicklung. Mit diesen Winzern konnte eine neue Generation an Kunden heranwachsen. Mit jedem Jahrgang wurden die  Winzer mutiger, die Weine freier und die Konsumenten wuchsen mit.

Heute gibt es eine nächste Generation an spannenden österreichischen Winzern. Viele von ihnen haben bei den oben genannten gelernt und das Wissen in ihre elterlichen Betriebe einfließen lassen. Junge Winzer, wie Matthias Warnung oder Christoph Heiss, die wiederum nun eine nächste Generation beeinflussen. Im Moment gibt es in Österreich eine fulminante Entwicklung und wir, als Weinskandal wollen ihr Zuhause sein.  

 

Warum eigentlich der Name Weinskandal?

 

Die Weine, für die ich brannte, verstießen scheinbar gegen alle Regeln des guten Geschmacks. Vor allem des gesetzlichen! Sie alle waren nach österreichischer Definition keine Qualitätsweine. Dabei waren sie einfach nur möglichst unverfälscht gemachte Weine! Unfiltriert, spontan vergoren. Zutiefst traditionell. Ohne massive Zusätze und technischen Aufwand produziert. Damit waren sie vom Geschmack her anders und somit keine Qualitätsweine. Das fand und finde ich skandalös! Denn es ist bis heute so!  Dafür sind Weine mit hunderterlei Zusätzen erlaubt, von Tartrat über Enzyme bis Tannin. Ohne Deklarationspflicht am Etikett. Diese Weine stehen im Regal alle neben einander, unmöglich für den Konsumenten zu unterscheiden. Für mich eine unerträgliche Situation. Denn es wird nicht ehrlich kommuniziert! Ähnlich wie zu Zeiten des Weinskandals - überspitzt gesagt. 

 

 

Gibt es also einen neuen Weinskandal? 

 

Ich hoffe nicht! Doch kann es nicht sein, dass verängstigte Weinbaufunktionäre im Schulterschluss mit großen Chemiekonzernen eine Branche in Geiselhaft nehmen. Keine Veränderung zulassen. Die wesentlichen Grundzüge wären, eine Deklarationspflicht, ähnlich der von Lebensmittel; weiters eine neue Definition von "Qualitätswein". Unsere ist über 30 Jahre alt. Wir reden hier nicht von Weinen, die in irgendeiner Art und Weise gesundheitsgefährdend sind! Das Gegenteil ist eher der Fall!  Was damals  teilweise als Weinfehler festgelegt wurde, ist im historischen Kontext schlüssig, aber eigentlich vollkommen willkürlich. Denn so wie es heute ist, dass beispielsweise ein Grüner Veltliner, der aufgrund von Reinzuchthefen nach Sauvignon blanc schmeckt, als herkunftstypisch durchgeht, aber ein spontan vergorener Wein dies nicht schafft, das finde ich absurd. Ungeschönte Weine sind keine exotische Erscheinung, es sind Weine die in handwerklicher Tradition hergestellt werden. Nur weil der Wein leicht trüb ist, wird er als hochfärbig und mostig, somit als fehlerhaft abgeurteit. Das ist extrem frustrierend für Winzer.  Bei Bier gibt's Zwickel! Warum darf es bei Wein keine Kategorie geben? Das wäre für Konsumenten extrem hilfreich! Heute wird der Wein automatisch abgewertet auf Landwein, ohne Herkunft und Sorte! Wenn ein Wein stark nach den Röstaromen des Fasses schmeckt oder den zugesetzten Aromen eines solchen, hat er kein Problem. Dieser Wein ist für mich aber fehlerhaft. Was hat denn das mit Sortentypizität zu tun? Konsumenten haben heute andere Ansprüche als gestern. Es geht viel mehr um Bekömmlichkeit, Inhaltsstoffe, nachhaltige Bewirtschaftung und um glaubwürdige Deklarationen!  Also eine große Chance für ein Gütesiegel, wir dürfen sie nicht versäumen!

 

Welche Rolle kommt dabei dem Weinhandel zu? 

 

Ich denke, hierbei fällt uns eine große Rolle zu. Wir beraten und informieren Kunden. Wir sind ein Sprachrohr der Winzer. Obwohl das vielleicht bei all den Rabattschlachten etwas aus den Augen verloren wurde. Wein ist kein Gebrauchsartikel. Es ist ein Kulturgut und darin liegt auch die Chance für uns als kleine Händler.

 

Wie meinst du das?

 

Wir müssen Botschafter dieses Kulturgutes sein, nicht nur Logistiker. Das machen Amazon oder Merkur besser. Ein klares Profil haben. Nicht von jedem Dorf einen Hund. Das bedeutet, reisen, verkosten, die Leute hinter den Weinen kennen lernen. Das  bedeutet viel Einsatz von Zeiten und Kosten. Es macht aber auch viel Spaß und es kommt viel zurück. Wenn wir  Botschafter dieser Menschen sind, dann ist unsere Arbeit wertvoll und  dann können wir auch etwas bewegen. 

 

Was sind so die aktuellen Anliegen von dir?

 

Zum Beispiel, den Konsumenten ihre Verantwortung vor Augen führen. Es  kann nicht sein, dass ein Bauer für ein Jahr Arbeit nicht einmal einen Euro pro Kilogramm Trauben bekommt! Der Konsument hat es aber in der Hand. Es gibt eine Faustregel für Kosten, netto, € 1,-- das Kilo Trauben für den Bauern, € 1,-- die Flasche, der Kork, das Etikett, dann kommen der Transport und die Lagerkosten darauf, die Marge des Händlers und die Steuern! Bei uns kostet der günstigste Wein € 6,50. Das ist ein Wert der durchaus möglich ist. Aber darunter? Diese Rechnung zahlt immer der Bauer! Das ist einfach vielen nicht bewusst. Wie geil ist Geiz denn wirklich?

Auch versuchen wir, den Kunden vor Augen zu führen, dass es nicht egal ist, was sie trinken!  Biologisch bewirtschaftete Weingärten, die schadstoffärmere Weine produzieren. Wenn es ihnen beim Essen ein Anliegen ist, warum dann nicht auch beim Trinken? Es geht hier um unsere Gesundheit!  

 

Abschließend, wie geht es weiter mit Weinskandal? Was gibt es Neues?

 

Keine Ahnung! Es gibt noch so viele Dinge, die uns beschäftigen. Im Moment versuchen wir gerade, spannende internationale Weinmagazine aufzutreiben, wie Pipette, Glou Glou oder Nobel Rot. Neue Stimmen und Meinungen nach Österreich zu holen. Dort findet man tolle Reportagen, wunderschöne Hefte, tolles Art work. Weiters stecken wir viel Zeit in die Texte von www.weinskandal.at - es soll noch stärker unsere Welt abbilden. Es gibt noch so viel, das in uns schlummert. Insider Tipps von Bars und Restaurants in anderen Städten, Reiseberichte, Interviews mit Winzern...

Dann fahren wir nächste Woche nach Frankreich, um viele Weingüter zu besuchen, unter anderen ein paar neue, auf die ich mich schon sehr freue. Aus dem Jura, Savoyen, Beaujolais, Burgund. Wir werden sehen. Wie es aussieht bekommen wir Chateau de Béru aus dem Chablis für Österreich neu dazu. Ich bin schon voller Vorfreude.

Also einfach wieder hineinschauen, we'll keep on rocking!

 

 

Das Interview mit Moritz Herzog führte Sonja Zettl, jetzt neu in der Weinskandal online Redaktion.

 

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews: "Was ist Naturwein?"

Noble Rot - Sex & Drugs & Pinot Noir

Wer dachte Print ist tot, irrt sich gewaltig. Es entstehen gerade unglaublich spannende unabhängige Weinmedien.

Aufwendig gemacht, gut recherchiert, voll von Tipps über Weinbars und Weinregionen.

 

Mit Noble Rot ist das erste gerade bei uns eingelangt!   

 

Ab sofort sind die Magazine ab der ersten Ausgabe 2017 bei uns im Laden und auch im online Shop erhältlich.  

Sichert Euch die Sammlerstücke!

2019

Ausgabe 19, ab Februar 2019

2018

Ausgabe 18  - Return Of The Wines With Attitude

Ausgabe 17 - Wine From Another Galaxy

Ausgabe 16 - Generation Burgundy

2017

Ausgabe 15 - Make Wine Not War

Ausgabe 14 - Wine On The Edge

Ausgabe 13 - Where everybody knows your name

 

Noble Rot publiziert 3 Magazine pro Jahr, alle 4 Monate eine Ausgabe.

 

Noble Rot

Noble Rot magazine is the home of exciting wine and food writing. Since 2013 Noble Rot has seen chefs Pierre Koffmann, and Yotam Ottolenghi rubbing shoulders with Kiera Knightley, Brian Eno, Caitlin Moran, Mark Ronson and LCD Soundsystem, blurring the boundaries between gastronomy and the creative arts. 

 

Soul Wine Vol. 3

Hallo liebe Fans aus der Steiermark!

 

Nun geht diese tolle Veranstaltung in die 3.Runde und wir sind wieder dabei.

Verkosten sie sich durch das großartige Line up, in entspannter Atmosphäre. Begleitet  wird das ganze mit Häppchen von Norbert Thallers Küche. Wir haben ein paar der neu angekommenen Weine aus Frankreich und Spanien mit im Gepäck, gepaart mit all time favorites!

Für uns ein fix Termin jedes Jahr. Do not miss!

Naturweine von:

Tscheppe - Muster - Werlitsch - Schnabel - Loacker

Schönberger - Tauss - Rebenhof - Strohmeier

Gruze - Ploder - Preisinger - Rennersistas - Kaariegl

Cotar - Klinec - Radikon 

 

 

 

Soul Wine Vol. 3

Gasthaus Thaller

Am Kirchplatz 4

8423 St. Veit / Vogau

Sonntag 3.März 2019 / 16.00 - 21.00 Uhr
Verkostung inkl. Fingerfood EUR 55,-

BRUDER - Unser Freundeskreis hat einen weiteren Treffpunkt

Endlich ist es eröffnet: BRUDER. Hubert Peter, Ausnahme Barkeeper, und Lukas Steindorfer, Küchenzauberer, legen ein, kochen auf und schenken ein. Wie sagen unsere Nachbarn dazu: "Echt lecker!".  Wir finden es einfach scharf. Für alle die Lust haben auf bodenständig raffiniertes Essen, gute Drinks und coole Mucke! Also Stößchen, die Familie wird größer!

BRUDER KÜCHE & BAR
Windmühlgasse 20, 1060 Wien
MI bis FR ab 17:00  / SA 10:00 - 15:00 & ab 17:00 /SO 10:00 - 15:00

 

Burgund & Friends - Verkostung 12.12.2018

Danke fürs Kommen!

 

Hier findet Ihr die neuen Weine in unserem online Shop:

Domaine Derain - Sextant - Zlaty Roh - 7radku - Claus Preisinger - Marto - Julien Meyer - Hausherr - Domaine Curtet

 

Bar Tartare Pop-Up

In der Margaretenstrasse gibt es am letzten Advent-Samstag noch großartiges von Lukas Mraz und Felix Schellhorn mit ihrer Bar Tartare im PURPUR Pop-Up Store. Die Weine kommen exklusive von weinskandal. Kommt und genießt!


Wo: Margaretenstrasse 6, 1040 Wien

Wann: 22.12.2018

Was ist Naturwein?

Moritz, Du betreibst seit einigen Jahren einen sehr erfolgreichen Naturwein Laden und online Shop in Wien. Was ist eigentlich ein Naturwein, gibt es dafür eine genaue Definition? Bzw. was verstehst Du darunter?

 

Grundsätzlich gibt es für Naturwein keine genaue Definition. Die Frage ist ob eine Definition dafür überhaupt angebracht ist, denn die eine Seite von Naturwein ist als Definition keine Definition zu haben.

Spontan Wein werden zu lassen, durch das Hier und Jetzt, mit den Hefen, Bakterien die im Weingarten auf den Trauben und im eigenen Keller von Haus aus sind - das ist eine Prämisse. Es wird also Wein gemacht wie früher, also "vorindustriell", aber mit dem Wissen in Chemie und Physik von heute. Es ist kein reaktionäres System, sondern es ist  ein zutiefst fortschrittliches. Das gestern und heute verschmelzen zu lassen.  

 

Naturwein ist eine Gegenbewegung zur großen Uniformität, die in den letzten Jahren entstanden ist  - Wein wurde immer stärker designed, im Keller gemacht, auch um erfolgreiche Weine zu kopieren. Mit hunderterlei Hilfsmitteln aus der Lebensmittelindustrie, alles legal, aber halt nicht ganz ursprünglich ;-). Von immer den gleichen Beratern. Eine zweite Prämisse ist also: Weg vom winemaker, hin zum Weinbauern.

 

Und damit sind wir beim Thema der Verträglichkeit, ein sehr vernachlässigter Bereich in der Diskussion. Wein ist ja ein Nahrungsmittel und insofern sollte man die gleichen Maximen wie für seine Grundnahrung anlegen, sprich keine Zusätze, niedrige Belastung, oder einmal darüber reden was da alles so drin ist! Wenn du im Keller auf technische Hilfsmittel verzichtest, also auf Zusätze, dann muss der Geschmack aus dem Weingarten kommen. Die Trauben müssen so Inhalts-stark sein, dass genügend Aussage da ist. Daher muß der Fokus der Arbeit im Weingarten liegen. Denn nur wenn der Stock aus mannigfaltigem und organischem Material schöpfen kann, wird er aromatisch komplexe Trauben produzieren. Daher muß die Bewirtschaftung biologisch sein, im Idealfall vielleicht  sogar unter biodynamischen Maximen. Folglich wird Naturwein immer nachhaltig produziert sein. Es geht weg vom systemischen "Pflanzenschutz", der zum Teil in die Pflanze eindringt, zu rein äußerlich wirkendem Schwefel und Kupfer in Dosen die keine nachhaltigen Belastung für die Umwelt bedeuten.

Das ist ein wichtiges Thema und das ist das was die Naturwein-Winzer stark thematisiert haben.

Hier geht es um wirklich Ressourcen-schonende Arbeit, nämlich im Sinne einer der Allgemeinheit verpflichtende Landwirtschaft. Und genau das ist das, was ein ganz notwendiger Teil der Arbeit bei uns ist, den Menschen klarzumachen dass sie dies auch bedenken. Die exzessive Bewirtschaftung über Jahrzehnte hat die Böden zu Wüsten gemacht. Grundwasser Reservoire leer geschöpft. Woher nehmen sie sich das Recht am Verbrauch des Allgemeinguts? Viele Winzer sind umgestiegen, weil die Schäden die bereits in Ihren Weingärten aufgetreten sind so hoch sind, dass es unrentabel wurde sie zu bewirtschaften. Immer mehr Agrochemie um den Ertrag zu erhalten. Diese Mittel sind nicht nur ein Raubbau an der Natur, sondern sehr kostenintensiv. Also fiel die Entscheidung  oft nicht nur aus anthroposophischen Gründen, sondern aus handfesten wirtschaftlichen. Was ok ist. Die organische - biologische Bewirtschaftung  bringt also eine wirtschaftliche Zukunft, auch spannend, oder?

 

Was ist für Dich das besondere an diesen Weinen?

Das spannende an Naturweinen ist die Leichtigkeit, die Lebendigkeit der Weine. Wein soll Getränk sein und nicht Statussymbol. Viele Winzer haben umgedacht, weil ihre Weine ihnen nicht mehr geschmeckt haben. Diese Süffigkeit verloren haben. Gerade bei den Rotweinen ist das stark zu merken. Die Weine waren zu stark konzentriert, zu alkoholreich, zu üppig. "Big Wines" waren die Folge.  Da beim Naturwein nicht die Arbeit im Keller im Vordergrund steht, wird Rotwein plötzlich süffig. Fast wie Weißwein. Die Franzosen nennen es Vin de GlouGlou. Kein pelziges, adstringentes Mundgefühl, sondern grazil verspielter Trunk. Oft mit leichter Farbe, weil mit wenig Alkohol gelesen und trotzdem viel Geschmack. Wie das? Weil die Traubenqualität besser ist. Das ist für mich persönlich eine der größten Errungenschaften der Bewegung, das Rotwein endlich wieder Spaß macht.

 

Der Unterschied zu klassischen Weinen zeigt sich aber auch noch in anderen Belangen, oder?

Wenn Fachleute von Qualität im Wein sprechen, dann geht es immer schnell um das sogenannte ‘Terroir’, die Herkunft. Man sagt großer Wein zeigt wo er her ist. Eine große Lage hat einen eigenen Ausdruck. Dem stimme ich zu. Doch hat man meiner Meinung nach, dieses Terroir mit Keller Manipulation gleichgesetzt. Berühmte Regionen, wie das Burgund, haben fixe Vorgehensweisen im Keller, die viel mehr den Stil ausmachen, als ihre Herkunft zeigen. Sonst wären diese Stile ja nicht kopierbar, oder?

Ich bin der festen Überzeugung, dass nur ein Wein der selbst seinen Weg findet, unfiltriert und ohne Zusätze gemacht ist, wohl vom wachen Auge des Winzers begleitet, der einzige ist, der das ganze Universum in sich vermag abzubilden. Die besten dieser Art sind die besten Weine der Welt. Für solche Götterfunken leben wir! Diese zu finden ist unsere Aufgabe. 

 

Wann hast Du zum ersten Mal von Naturwein oder einem der anderen vielen Begriffe wie raw wine, vin natural, vin vivant... gehört und wann hast Du zum ersten Mal ein Gläschen gekostet?

 

Das weiß ich noch ziemlich genau, das war 2002 - da war ich bei einer Verkostung. Da hat es einen Wein gegeben, der hat mein Bild von Wein dermaßen zerstört, mich eigentlich im besten Sinn verstört, aber begeistert, entrückt - mein Weltbild von Wein entrückt. Es war eigentlich ein ganz klassisch anmutender Wein, also kein oranger Wein, sondern hell strahlend, gelb, also so wie man das kennt. Aber es war die Energie, die dieser Wein, diese Präzision, diese Länge, aber gleichzeitig diese Freude, das facettenreiche, das immer wieder sich verändern, jedes Mal ein anderes Bild, sich niemals erschöpfend. Ein perfekter Trunk, nicht anstrengend. Und genau das ist es was ich vorher nicht kannte. Ich kannte immer nur Facetten davon.

Der Wein war ein Soula blanc 2001, Domaine Soula. Dieser Wein ist von dem in Südafrika geboren Tom Lubbe, das wusste ich aber damals nicht. Wir haben uns dann ein paar Jahre später kennengelernt und er ist jemand der mich die letzten 20 Jahre sehr stark begleitet hat und er ist wahrscheinlich auch einer der wichtigsten Winzer in unserem Portfolio, Domaine Matassa.

 

Auf jeden Fall war dieser Wein der Wendepunkt in meinem Wein Verständnis. Und eigentlich hat damit alles begonnen.

 

Fortsetzung folgt. :)

 

Für Interessierte gibt es noch mehr zu lesen : Tom Lubbe war im Sommer bei weinskandal zu Gast und Moritz war mit ihm auch in Graz unterwegs. Hier findet Ihr ein Interview mit Tom Lubbe geführt im Juli 2018 in der Grazer Weinbar Frankowitsch.

 

Die Avantagarde der NaturWein-Winzer Europas

Das war die Naturwein-Messe 2018 im ODEON 

45 Naturwein-Winzer aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Kroatien, der Slowakei und Südafrika haben uns Ihre Weine gezeigt und über 400 Besucher haben sich durch alle Facetten und Schattierungen der Naturweine gekostet. 

Das ganz besondere, für uns, an dieser Veranstaltung ist, dass es ein Projekt ähnlich Denkender ist. Es ist also nicht nur eine Kooperation von zwei Weinhändlern Vinonudo & weinskandal, sondern es entstand so etwas wie eines Freundeskreis von Unterstützern. So bekommen wir alle Jahre wieder die Tische vom Mochi und dem Beau Lieu geliehen, welche der Veranstaltung einen tollen Charme und bunten Klecks geben. Eiswürfel zur Kühlung vom Das Loft im Sofitel, Wasser von Vöslauer, Brot vom Joseph, großartige Gläser und Schüttkrüge von Zalto Glas. Winzer aus aller Herren Länder kommen um unsere Botschaft zu unterstützen. Eine immer größere Fanschar hält uns treu die Hand und läßt sich für einen Nachmittag verzaubern.

Wir sagen danke für so tolle Freunde und auf ein Neues im nächsten Jahr – also save the date – 15.11.2019

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Naturwein Messe im Odeon 2018
Alle Winzer und alle Weine.
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Alle Fotos oben © Belle & Sass Photography

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Der LOKVOGEL ruft!

Am Freitag 16.11. öffnet das Taubenkobel Pop up LOKVOGEL in Wien. Barbara Eselböck und Alain Weissgerber erwarten Euch in der alten Remise in Wien Meidling. Die Weinbegleitung kommt exklusiv von weinskandal! 

 

Von 16. November bis 23. Dezember 2018, ab 18 Uhr

Remise Wolfganggasse, Eichenstraße 2, 1120 Wien

www.lokvogel.at

 


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Öffnungszeiten: Di. - Fr. 16 - 19 Uhr, Ungargasse 28 (im Hof) 1030 Wien Österreich

+43 676 83 85 81 82, shop@weinskandal.at

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